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Die Gedenktafel für James Simon

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Die Gedenktafel für James Simon

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Am  16. Juni 2006 wurde am Gebäude der Landesvertretung Baden-Württembergs in der Tiergartenstraße 15 eine Gedenktafel für James Simon nach einem Entwurf von Johannes Grützke enthüllt. © Joachim Brand

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James Simon wohnte mit Familie von 1886 bis 1927 in der von Carl Schwatlo erbauten väterlichen Villa in der Tiergartenstraße 15a, der „Via Sacra des christlichen und jüdischen Reichtums“ (G. Tergit). Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zerstört. Heute steht auf dem Grundstück die Landesvertretung Baden-Württembergs. © bpk

Die Vettern James Simon (1851-1932) und Dr. Eduard Simon (1864-1929) waren in zweiter Generation Inhaber der Textil-Handelsgesellschaft Gebr. Simon, die zu den größten Handelshäusern im Deutschen Reich zählte. Sie gehörten zu den sogenannten „Kaiserjuden“, einer Gruppe im Tiergartenviertel ansässiger assimilierter großbürgerlicher Juden, die im Kaiserreich zu großem Wohlstand gelangt waren und durch soziales Engagement und Mäzenatentum um die Anerkennung der Mehrheitsgesellschaft rangen. Ihre Leidenschaft war die Kunst, die sie durch die Präsentation ihrer Sammlungen in ihren Villen demonstrierten. Beide wurden von Wilhelm von Bode beraten und spendeten hohe Summen an die Königlichen Museen. James Simon stiftete zudem zahlreiche bedeutende Werke, darunter die Büste der Nofretete, und er finanzierte Grabungskampagnen. In den 1920er Jahren geriet Gebr. Simon in wirtschaftliche Schieflage, die dazu führte, dass James Simon seine Villa im Tiergartenviertel 1927 verkaufen musste.

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Bildnis James Simons am Schreibtisch seines Arbeitszimmers vor Werken seiner Sammlung. Das 97,30 × 86,00 cm große Ölgemälde wurde 1901 von Willi Döring gemalt. Es befindet sich heute in der Sammlung der Gemäldegalerie. © Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Volker-H. Schneider

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1909 ließ James Simon die Villa zur Aufnahme seiner Sammlung durch Alfred Breslauer umgestalten. Im Hauptgeschoß wurde eine Galerie (Foto) eingebaut und im Obergeschoss eine Oberlichthalle. Die Präsentation hatte museale Qualität. © Staatliche Museen zu Berlin, Zentralarchiv