St. Matthäus-Kirche
2Die St. Matthäus-Kirche ist „U-topos“ in mehrfachem Sinne: Als ältestes Gebäude im Kulturforum erinnert sie an eine Stadt, die es nicht mehr gibt. Als geistliches Zentrum erinnert sie an eine Welt, die es noch nicht gibt. Als Ort für die Gegenwartskunst ist sie Resonanzraum für die utopischen Fragen des Daseins. Ihre Ausstellungsstation erzählt die Geschichte der Kirche im Spannungsfeld wechselnder Utopien: Der Italiensehnsucht im alten Tiergartenviertel, den Großmachtsfantasien der Nationalsozialisten, der Sehnsucht nach Heilung und Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Traum eines aufeinander bezogenen Ganzen im werdenden Kulturforum. Die Installation „(un)finished“ des Lichtund Medienkünstlers Mischa Kuball führt ab dem 19. September den Blick in die Gegenwart und weist auf die Unabschließbarkeit der Geschichte hin.
Dystopie Germania
Die Zerstörung eines Viertels
Ein neuer Anfang
Der Wiederaufbau der St. Matthäus-Kirche
Sehnsucht nach Einheit
St. Matthäus und der Masterplan von Hans Hollein
Das Kulturforum als Ensemble von Architekturikonen stellte den Gedanken des Forums von Beginn an vor Herausforderungen: Wie könnte ein Ensemble der Solitäre auch städtebaulich zu einem größeren Ganzen zusammenwachsen?